Knaller: HRW siegt in Wernau 28:27 (17:14)

Nach einem Sieg darf der Humor nicht zu kurz kommen. „Wenigstens haben wir dieses Mal keinen Siebenmeter bekommen. Da konnten wir auch keinen verschießen“, sagte der bestens gelaunte HRW-Trainer Lutz Freybott nach dem Spiel in Wernau.

Und genau das hat er sich mit seiner Mannschaft verdient. Nach einigen bitteren Pleiten haben sie gestern Abend den Spieß umgedreht und knapp gewonnen: 28:27 gegen den HC Wernau. Nicht irgendein Gegner, sondern dem Zweitplatzierten der Württembergliga. Für ein Team, das eigentlich im unteren Tabellendrittel steht, ein unschlagbarer Gegner.

Aber was der HRW dann nach dem Anpfiff gezeigt hat, war fast eines Tabellenführer würdig. In der ersten Halbzeit haben sie die Wernauer fast an die Wand gespielt. Die Rot-Weißen spielten teils mit einer Führung von fünf Toren im Rücken, was sollte da schief gehen? Mit dem 17:14 ging es dann in die Halbzeit, eine mehr als verdiente Führung für die Laupheimer.

Der Trainer war entsprechend zufrieden mit seinen Jungs. Nach dem Spiel lobte er die Leistung über die gesamten 60 Minuten. „Sie haben das umgesetzt, was ich wollte. Sie haben hinten raus konzentriert gespielt und vorne die Tore gemacht.“

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Tobi Schöffmann spielte einen starken Part in der Abwehr des HRW und erzielte vorne 3 Tore

In der zweiten Hälfte wurde es dann nicht minder spannen, auch weil die Wernauer gleich nach der Halbzeit 5 Tore in Folge erzielten, mit 19:17 in Führung gingen. Aber der HRW wollte diese Punkte, was die Spieler in jeder Spielphase zeigten. Aus einer tollen Mannschaftsleistung stachen vor allen Dingen Andi Laatsch und Helge Stührmann heraus. Während Laatsch vorne acht Dinger rein machte, hielt Stührmann hinten dicht und zeigte seine Klasse beim Entschärfen von drei Siebenmetern. Die Rot-Weißen bekamen ausnahmsweise mal keinen zugesprochen, verwarfen dafür aber auch keinen.

Nachdem die Wernauer nach und nach den Abstand von drei Toren aufgeholt hatten, ging es in der Schlussphase hin und her, immer mit dem besseren Ende für Rot-Weiß, die ihre Ein-Tor-Führung verteidigten. Kurz vor Schluss machte die Freybott-Truppe dann das 28:26, die Vorentscheidung. Wernau gelang noch das 27:28, aber dann war schon Schluss und die zwei wichtigen Punkte für den HRW gegen den Abstieg im Sack.

Das waren enorm wichtige Punkte. „Das war sensationell, toll, dass wir das hingekriegt haben“, sagte ein sichtlich zufriedener Trainer Freybott nach dem Spielende. „Das ist der Knaller. Endlich haben wir einen Großen geschlagen, das haben wir uns verdient.“

5 Kommentare

  1. anni

    ihr seid super ich habs gesehen toll macht weiter so

  2. Kurdde

    Für den treuen Fan, der die Mannschaft aus der Nähe oder der Ferne immer begleitet, war dieses Spiel eine Bestätigung dessen, dass unser Team wesentlich mehr kann, als dass es in den meisten Spielen dieser Saison gezeigt hat. Und selbst die kühnsten Optimisten hätten doch nicht einmal im entferntesten erwartet, dass man aus den letzten drei Spielen 5:1 Punkte holt. Das dies Spiel nichts für schwache Nerven war, muss wohl kaum erwähnt werden, nur im Gegensatz zur Vergangenheit, als man schon des öfteren einen deutlichen Vorsprung aus der Hand gegeben hatte, kam dieses Mal nur für eine kurze Zeit (die ersten 5 Minuten der zweiten Halbzeit), der Eindruck auf, dass unser Team den “roten Faden” im Spiel verlieren würde. Beide Mannschaften zeigten zum Teil Handball auf hohem Niveaus und es ware eine Partie die dem Zuschauer Spass machte.
    [...]
    Jedoch sollte man sich an dem Spiel vom HRW erfreuen und ich denke, dass im nächsten Heimspiel ein zeitiges Eintreffen in Halle von Nöten ist, um einen passablen Sitzplatz zu ergattern; denn schließlich haben wir gegen Ostfildern noch mehr wie eine Rechnung offen. Aber mit einer Mannschaft in der derzeitigen Verfassung darf man sehr gespannt sein, wie sich dieses Spiel entwickelt.

  3. LM

    Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch an die Mannschaft zum wohlverdienten Sieg in Wernau!
    Was ich aber wieder einmal nicht für gut heißen kann, sind die spitzigen Bemerkungen in Richtung Schiedsrichtergespann.
    Jetzt werden die Spielberichte schon so gut und sehr neutral (ein Lob an Dich, Jan!) geschrieben, dann meinen wieder die Fans, sie müssten ihren Senf dazu geben.
    Erfreuen wir uns doch einfach an den tollen und spannenden Spielen unserer Mannschaften und lassen zukünftig Kommentare zu den Schiedsrichtern sein.
    Eine Alternative dazu wäre aber auch, dass sich diejenigen zum nächsten Schiedsrichterlehrgang im September anmelden und dann selber Woche für Woche zeigen, was sie denn so drauf haben!!!

  4. Helge Stührmann Helge Stührmann

    Der HRW Laupheim unterstützt die Aktion “im dienste des Spiels”, die sich um fairen und sportlichen Umgang mit unseren Schiedsrichtern einsetzt. Deswegen werden keine Kommentare zu Schiedsrichterleistungen auf unserer Vereinshomepage veröffentlicht. Der eingereichte Kommentar wurde entsprechend gekürzt.
    Wer mehr zur Aktion “im dienste des Spiels” wissen möchte, hier ist der Link zur Homepage: http://www.im-dienste-des-spiels.de/

  5. Luzia Meneghini

    Danke Helge, dass Du im Namen des HRW klar Stellung dazu beziehst.
    Ich finde auch die Kürzung des Kommentars richtig!
    Auch ich als aktiver Schiedsrichter bin froh darüber, wenn sich die Vereine klar zu der Aktion “Im Dienstes des Spiels” bekennen. So macht es uns das Leben doch etwas leichter!